Fairness beim Frisbee besonders gefordert

Fairness im Sport – Regeltreue, Sportsgeist und Gewinnstreben

Stars des Spitzensports haben, ob gewollt oder nicht, eine Vorbildfunktion für Kinder und Jugendliche. Unzählige Kinder weltweit tragen ein Trikot mit ihren Namen und folgen ihnen auf Social-Media-Kanälen. Neymar da Silva Santos Júnior ist ein solcher Star des Fußballs und ein Zauberer mit dem Ball. Zuletzt fiel er allerdings vor allem aufgrund ständigen Reklamierens, Schauspieleinlagen und Schwalben auf. Jürgen Klopp bezeichnete sein Verhalten in einem Interview als „clever but not cool“. Es mutet wie der Kampf gegen Windmühlen an, wenn im Sportunterricht Fairness eingefordert wird, der medial vermittelte Spitzensport dagegen zeigt, dass es sich lohnt, möglichst clever die Grenzen auszuloten. Wird das Leistungsstreben im Sport verabsolutiert, ist „der Faire der Dumme“, denn Fairness scheint sich genau dann nicht zu lohnen. Auch im Leistungssport gibt es jedoch Vorbilder, die clever und cool zugleich sind.

Wenn ein Foul durch eine Spielerin oder einen Spieler selbst angezeigt wird und dadurch auch Nachteile in Kauf genommen werden, dann ist damit ein Ansehen verbunden, das auf Fairness verweist. Ein prominentes Beispiel liefert Miroslav Klose, der sein Handspiel zugab oder einen ungerechtfertigten Elfmeter nicht annahm und mehrfach mit Fair-Play-Preisen ausgezeichnet wurde.

Was jedoch ist Fairness und wie kann sie im Sportunterricht zum Thema gemacht werden?

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Inklusion im Sportunterricht

In der Klasse 4a befinden sich 22 Kinder. In dieser heterogenen Lerngruppe befinden sich auch zwei Kinder, denen ein Förderschwerpunkt zugewiesen ist. Ruth ist hochgradig sehbehindert und kann Arbeitsblätter nur lesen, wenn sie mit Schriftgröße 20 gedruckt sind. Lennart hat eine Lernbehinderung und benötigt einfache Sprache, um mit Lernmaterialien umgehen zu können.

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Etwas wagen im Sportunterricht

Peter Neumann

Im Gegensatz zu den im Sportunterricht etablierten Perspektiven „Gesundheit“, „Leistung“ oder „Miteinander“ wirkt die Wagnisperspektive irgendwie sperrig. Zumindest wird sie bislang bei der Planung und Durchführung des Sportunterrichts wenig beachtet (Schmoll, 2005) und oftmals um pädagogisch relevante Lernziele beschnitten (Böttcher, 2016). Sowohl für die Unterrichtsplanung als auch für die Unterrichtsdurchführung ergeben sich daher einige substanzielle Fragen: Was ist überhaupt ein Wagnis im Sport? Ist ein Wagnisanspruch im Sportunterricht nicht (zu) gefährlich? Was sollen die Schülerinnen und Schüler dabei lernen und wie sollen Wagnisse im Sportunterricht vermittelt werden? Der Fokus der folgenden Ausführungen liegt auf der Klärung solcher unterrichtsdidaktischen Fragen.

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Header Unterrichtsqualität wimasu von Jonas Wibowo

Unterrichtsqualität im Sportunterricht

Sie ist in aller Munde, in Seminaren bei der Ausbildung von Studierenden und Referendaren, bei der Schulentwicklung, sie wird an Schulen „kontrolliert“ durch verschiedene Institute für Qualitätskontrolle oder ähnliches und sie wird beforscht – gemeint ist die Unterrichtsqualität. Aber was ist Unterrichtsqualität? Unter dem Begriff Unterrichtsqualität werden Merkmale von Unterricht verstanden, die einen bedeutsamen Einfluss auf den Lernerfolg von Schülerinnen und Schülern haben (Helmke, 2009).

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Kooperatives Lernen

Kooperatives Lernen im Sportunterricht

Warum Kooperatives Lernen?

In einem modernen Sportunterricht sollen die Lernenden einerseits fachliches Wissen und Können erwerben, aber auch auf sozialer und persönlicher Ebene etwas lernen. Dieser Anspruch wird in vielen Bildungs- und Lehrplänen in Form des sogenannten Doppelauftrags des Sportunterrichts formuliert (vgl. Krick & Prohl, 2005). Eine Möglichkeit diese Ansprüche einzulösen bieten Vermittlungsmethoden, die Prinzipien Kooperativen Lernens einlösen (vgl. Bähr & Wibowo, i.V.).
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Was ist Trendsport?

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Immer wieder tauchen neue Bewegungsformen, Sportgeräte und Unterrichtsideen auf, die als Trendsportarten bezeichnet dementsprechend medial beworben und vermarktet werden. Es gibt eine große Vielfalt an Sportarten, die das Etikett „Trend“ für sich beanspruchen. So gibt es Trendsportarten, die schon seit etwa zwanzig Jahren im Trend sind, wie zum Beispiel Beachvolleyball, Inline-Skaten und Snowboarden. Es gibt aber auch Sporttrends, die so „neu“ bzw. exklusiv sind, dass sie kaum einer kennt, wie etwa Headis, Bossa-Ball oder Skiken. Daraus lässt sich bereits erkennen, dass es zwischen dem einen und anderen Trend große Unterschiede geben kann. Kurz: Trend ist nicht gleich Trend!
Dieser Artikel soll in verschiedenen Abschnitten helfen Sportarten und Bewegungsformen im Feld des Begriffs „Trendsportarten“ einzuordnen.Weiterlesen

Le Parkour – Einfach erklärt

von Christoph Walther & Florian Krick

L‘Art du déplacement oder die Kunst der Fortbewegung

Als Begründer von Le Parkour gilt David Belle. David Belle schaute sich als Kind die Trainingsmethode seines Vaters, einem französischen Soldaten, ab. Man nennt diese Methode „methode naturelle“. Zunächst trainierte er im Wald und versuchte möglichst schnell über Bäume und Gebüsch zu flüchten. Nachdem er in eine Vorstadt von Paris (Frankreich) umziehen musste, suchten er und seine Freunde neue Trainingsmöglichkeiten. So entstand die Idee, in der Stadt möglichst schnell und effizient von einem Punkt zu einem anderen Punkt zu kommen, ohne sich von Mauern oder anderen Hindernissen aufhalten zu lassen. David Belle nannte es „Le Parkour“. Ziel für einen Traceur (eine Person, dieParkour macht) ist es, dass das Überwinden von Hindernissen möglichst leicht gelingt. Für den Zuschauer sieht das dann ganz locker und spielerisch aus. Stellt euch z. B. vor, eine Katze springt mühelose von einem zum anderen Dach. Es sieht toll aus, ohne dass die Katze sich extra bemüht, dass es schön aussieht.

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