Fairness beim Frisbee besonders gefordert

Fairness im Sport – Regeltreue, Sportsgeist und Gewinnstreben

Stars des Spitzensports haben, ob gewollt oder nicht, eine Vorbildfunktion für Kinder und Jugendliche. Unzählige Kinder weltweit tragen ein Trikot mit ihren Namen und folgen ihnen auf Social-Media-Kanälen. Neymar da Silva Santos Júnior ist ein solcher Star des Fußballs und ein Zauberer mit dem Ball. Zuletzt fiel er allerdings vor allem aufgrund ständigen Reklamierens, Schauspieleinlagen und Schwalben auf. Jürgen Klopp bezeichnete sein Verhalten in einem Interview als „clever but not cool“. Es mutet wie der Kampf gegen Windmühlen an, wenn im Sportunterricht Fairness eingefordert wird, der medial vermittelte Spitzensport dagegen zeigt, dass es sich lohnt, möglichst clever die Grenzen auszuloten. Wird das Leistungsstreben im Sport verabsolutiert, ist „der Faire der Dumme“, denn Fairness scheint sich genau dann nicht zu lohnen. Auch im Leistungssport gibt es jedoch Vorbilder, die clever und cool zugleich sind.

Wenn ein Foul durch eine Spielerin oder einen Spieler selbst angezeigt wird und dadurch auch Nachteile in Kauf genommen werden, dann ist damit ein Ansehen verbunden, das auf Fairness verweist. Ein prominentes Beispiel liefert Miroslav Klose, der sein Handspiel zugab oder einen ungerechtfertigten Elfmeter nicht annahm und mehrfach mit Fair-Play-Preisen ausgezeichnet wurde.

Was jedoch ist Fairness und wie kann sie im Sportunterricht zum Thema gemacht werden?

Weiterlesen

Spiele variieren wimasu

Spiele variieren

Idee: Stefan Verlemann

Autoren: Leif Boe, Stefan Verlemann

Grundidee

Die Grundidee ist es, ein bekanntes Spiel in möglichst vielen Formen zu spielen, um der Klasse (für die weitere „Arbeit“ im Sportunterricht) zu verdeutlichen, dass…

  • ein Spiel und Spielregeln veränderbar sind und dies Spaß machen kann.
  • ein Spiel sich dadurch hinsichtlich Bewegungsintensität/Taktik/Teamgeist/… verändert.
  • ein Spiel den Bedürfnissen einer Lerngruppe angepasst werden kann – und nicht beim ersten Spielen sofort „super“ für alle sein muss.
  • verschiedene Schülerinnen und Schüler verschiedene Spielvarianten gut finden und nur durch Variationen alle Bedürfnisse berücksichtigt werden können.

Weiterlesen

wimasu-muskelgrafik logo

Körpergrafik zur Reflexion

Nach Wibowo (2017) ist Reflektieren ein wichtiger Teil des Lernprozesses im Sportunterricht und umfasst die Lernaktivitäten “Analysieren” und “Bewerten”. Von Analysephasen im Sportunterricht spricht man, wenn Eigenschaften und Zusammenhänge von vergangenen Prozessen in den Fokus rücken. Ist-Zustände werden beschrieben. Hierbei können z.B. Beobachtungsbögen eingesetzt, Videoaufnahmen verwendet oder erfolgreiche Spielzüge im Nachhinein auf einem Taktikboard dokumentiert werden.
Beim Bewerten geht man meist einen Schritt weiter und vergleicht den analysierten Ist-Zustand mit einem Soll-Zustand. Dabei wird dem Abstand dieser beiden Zustände ein Wert beigemessen, sodass Urteile zustande kommen. Oftmals werden dazu Bewertungsbögen mit Leistungskriterien, Checklisten, Technikleitbildern oder -knotenpunkten verwendet, um den Bewertungsprozess transparent zu machen.

In diesem Beitrag sammeln wir Medien die in den Lernphasen der Reflexion eingesetzt werden und geben Vorschläge wie diese anwendbar sind.

Muskelgrafik – Körpergrafik

Diese Grafik, mit den wichtigsten Muskelgruppen, ist für jüngere Schülerinnen und Schüler der Grundschule oder Sekundarstufe I gedacht und zeigt die Skelettmuskulatur eines Mädchens und eines Jungen von hinten und von vorne.

 

In Analysephasen können Schülerinnen und Schüler hier beanspruchte Muskelgruppen, bzw. “Anstregungszentren” lokalisieren und kennzeichnen. Innerhalb eines Bewegungszirkels können bspw. immer die Stellen am Körper eingefärbt werden, die am meisten angestrengt wurden. So können z.B. Prinzipien eines Zirkeltrainings bzw. Supersatztrainings verdeutlicht oder klassische Fitnessübungen hinsichtlich ihrer Beanspruchung der Muskeln analysiert werden. Ähnlich kann die Grafik in Planungsphasen eingesetzt werden, um selbst Übungskombinationen für verschiedene Muskelgruppen zusammenzustellen.  Neben der Kraft bzw. Kraftausdauereigenschaft von Muskeln können natürlich auch andere Eigenschaften wie z.B. die Dehnfähigkeit der Muskeln analysiert oder sogar bewertet werden und so Muskelgruppen, die zur Verkürzung neigen, zu identifizieren.

Inhalt der Zip Datei: Körpergrafik in Farbe und Schwarz-Weiß (SW) jeweils in den Formaten .jpg, .png (transparenter Hintergrund) und .pdf.

Grafikpaket Körpergrafik downloaden (zip)