Unihockey Station für die Grundschule und Sekundarstufe 1 - Passen

Unihockey Stationskarten

Unihockey oder Floorball ist eine Hockeyvariante, die besonders im Schulsport beliebt ist. Gespielt wird Unihockey mit zugehörigen Unihockeyschlägern aus sehr leichtem Kunststoff und einem Lochball. Im Gegensatz zum klassichen Feldhockey kann beim Unihockey mit beiden Schlägerseiten gespielt werden. So ist der technische Anspruch etwas niederschwelliger und das Spiel rückt schneller in den Fokus (Dombroth, 2016, 6ff.). Dennoch sollten alle Neu-Spielerinnen und Neu-Spielern Zeit bekommen sich an Schläger und Ball zu gewönnen (vgl. Rehlinghaus, 2017, S. 53). Wer dieser Phase des Ausprobierens selbstständig gestalten möchte, ist herzlich eingeladen unsere Stationskarten zu verwenden. Das Material für eine Stationsarbeit zum "Passen, Schießen und Dribbeln" haben wir aus unserer Schublade geholt. Wir freuen uns, wenn es gebraucht werden kann, um mit den Schülerinnen und Schülern Hockey zu spielen.

Übersicht über die Unihockey Stationen

Mit Hilfe des Übersichtsplanes kann der Aufbau organisiert und der Stationswechsel erläutert werden. Insgesamt wurde auf den Stationskarten darauf geachtet, dass nicht zu viel Text zu lesen ist und der Fokus auf der visuellen Darstellung liegt. Ggf. können Pfeile hinzugefügt werden, um auf allen Karten die Wechselrichtung zu verdeutlichen.

Übersicht über die Stationen zum Unihockey für die Grundschule

6 Unihockey Stationskarten

Differenzierung auf Stationskarten

Icons zur Differenzierung

Grundsätzlich gestalten wir Unterrichtsmaterialien möglichst schlank. Es hat sich etabliert, Differenzierungsaufgaben auf Stationskarten einzufügen: "So geht es leicht:" und "So geht es schwer:". Erfahrungsgemäß verlangt diese Art der Differenzierung ein intensives Lesen der einzelnen Karten und im Bewegungseifer machen das die Schülerinnen und Schüler häufig einfach nicht, denn die Bilder sagen mehr als 1000 Worte.

Es bietet sich daher an, allgemeine Prinzipien des "Schwer-" bzw. "Leichter-Machens" zu thematisieren und zentral festzuhalten. Das Vergrößern von (Schuss-) Distanzen, Erhöhen des Tempos sind allgemeine Differenzierungsmöglichkeiten  an den Unihockeystationen. Auf den Unihockey-Stationskarten haben wir jeweils eine Differenzierungsmöglichkeit notiert, die du je nach Lerngruppe verwenden kannst oder nicht. Wir verzichten gerne darauf oder drucken sie auf die Rückseite.

Literatur

Dombroth, W. (2016): Floorball und Hockeyvarianten. Unterrichtseinheiten für die 5.- 10. Jahrgangsstufe. Auer: Augsburg.
Rehlinghaus, Konstantin (2017). Hockey in der Schule: Spielerisch den Einstieg erleichtern. SportPraxis 9+10. S. 53-57.

Dieses Dokument zitieren:

Veit, Vera-Lynn, Veit, Janes & Walther, Ch. (2019). Unihockey Stationskarten. Zugriff am DATUM unter https://wimasu.de/unihockey-stationskarten

Stationskarten Unihockey (pptx) Stationskarten Unihockey (pdf)

Die Urheberin

Vera-Lynn Veit ist Grundschullehrerin in Frankfurt am Main und liebt es Unterricht an Stationen durchzuführen. Unihockey hat sie in ihren Klassen ausprobiert und für gut befunden.

Impressum

Illustration: Nao Matsuyama
Herausgeber: Christoph Walther & Janes Veit
LAUF-WURF-BIATHLON WIMASU Sportunterricht

Lauf-Wurf-Biathlon

Autor: Dominik Genkinger

Co- Autoren: Janes Veit & Christoph Walter

ZEIT: pro Spielrunde ca. 8-10 Minuten

MATERIAL: mind. 32 Wurfobjekte (z.B. Sandsäckchen, Tennisbälle, Wurfbälle, etc.), 4 Kästen, 2 Bänke, Hütchen oder Stangen zur Markierung der Lauf- und Strafrunde.

Spielbeschreibung

Beim Lauf-Wurf-Biathlon spielt nicht das geradlinige, schnelle Laufen eine Rolle, sondern eine für den Sportunterricht typische Form des schnellen, geschickten und situationsangemessenen Laufens durch einen abgesteckten Rundkurs. Ein Laufbiathlon kann mit einer entsprechend kürzeren Streckendistanz auch im Bereich des schnellen Laufens eingesetzt werden.

Organisationsphase:

Es werden gleich große Teams (je nach Gruppen- und Klassengröße 3 bis 5 Teams) gebildet. Nach einem Startsignal startet die/der erste Läufer/in, läuft zum Wurfmaterial, nimmt sich ein Wurfgerät und wirft dieses in einen Kasten. Wird getroffen, bleibt das Wurfgerät im Kasten. Gelingt der Treffer nicht, muss das Wurfgerät zunächst zurückgeholt werden, im Reservoir abgelegt und auf dem Rückweg eine Strafrunde gelaufen werden, bevor das nächste Teammitglied starten darf. Ziel ist es, möglichst schnell acht Wurfgeräte in einen kleinen Kasten (oder Bananenkarton, Reifen) zu werfen. Gewonnen hat die Mannschaft, die innerhalb einer vorgegebenen Zeit die meisten Treffer erzielt oder zuerst alle Wurfgeräte im Kasten hat.

Didaktisch-methodische Aspekte:

  • Kleine Mannschaften wählen, damit keine langen Wartezeiten entstehen.
  • Kurze Laufstrecken wählen, um das schnelle Laufen zu fördern.
  • Schwache Laufleistungen können von guten Werferinnen und Werfern kompensiert werden.
  • Die Strafrunde sollte nicht allzu lang gewählt werden, um Wartezeiten zu reduzieren.
  • In 2er-Teams laufen, dabei kann abwechselnd oder gleichzeitig gelaufen werden.

Grundsätzliche Variationsideen:

  • Laufstrecke verändern (z. B. Hindernisse wie Block oder Bananenkisten zum Überspringen oder Über-/Umlaufen).
  • Wurfziel verändern (z. B. pro Team 5 Hütchen, die wie beim Dosenwerfen von einem großen Kasten geworfen werden müssen).
  • Unterschiedliches Wurfmaterial (Bierdeckel, Bälle, Wurfheuler, Sandsäckchen) wählen (Flugeigenschaften und emotionales Beziehungsgefüge* zum Wurfgerät werden verändert).
  • Treffen die Läuferinnen oder Läufer nicht, müssen alle Teammitglieder eine Strafrunde laufen (Spielvariationen ab SEK 1 geeignet, für die Grundschule aufgrund der Schuldzuweisung ungeeignet).
  • Statt im Rundlauf zu laufen, kann alternativ auch auf gerader Strecke gelaufen werden (Siehe Aufbau 2), dadurch wird das Spielfeld für die Lernenden überschaubarer. Wir schlagen es als Variante für kleine Hallen vor.

Alternativer Aufbau für kleinere Turnhallen oder ein Hallendrittel

Biathlon: Erweiterung "stehend und liegend"

Spielidee: Doris Berg und Robert Zimmermann (Lehrkräfte der Neuberggrundschule Dossenheim)

Zur Steigerung der Attraktivität kann eine zusätzliche Liege-Wurf-Station eingebaut werden. Dabei haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, realitätsnah das Liegend- und Stehend-Schießen der Ausgangssportart nachzuempfinden.
Für die Wurfstation im Liegen werden pro Team ein Matte, 3–5 Pylonen und die gleiche Anzahl an Bohnensäckchen in der entsprechenden Farbe aufgebaut. Eine Erhöhung der Station (z. B. durch eine Bank) ermöglicht das Um- bzw. Runterfallen der Pylonen. Ohne eine Erhöhung könnte es passieren, dass ein Treffer das Ziel nur verschiebt.
Die Wurfstation im Stehen umfasst pro Team einen umgedrehten kleinen Kasten, 3–5 Wurfgeräte (Bohnensäckchen, Ringe, Schwämme…) und jeweils einen Reifen (Alternative: Fahrradmäntel – reduzieren die Rutschgefahr).

wimasu-biathlon-aufbau-sportunterricht-Liegend

Nach dem Startsignal begeben sich die Ersten jeder Gruppe auf die Laufrunde und zur ersten Wurfstation. Dort versuchen sie, die 3–5 Gegenstände im Ziel unterzubringen. Nach den Würfen muss der „Schießstand“ gereinigt und alle Gegenstände zurück in den Reifen oder auf die Matte gelegt werden. Jeder „Fehlschuss“ bringt den Spielenden eine Strafrunde ein, die sie zunächst abarbeiten müssen, bevor es zurück auf die Strecke und zur 2. Wurfstation geht. Dort angekommen gelten die gleichen Regeln.

Um lange Wartezeiten zu vermeiden, dürfen die 2. Spielenden jedes Teams starten, wenn die Vorangegangenen die erste Wurfstation „gereinigt“ haben.

Gespielt werden kann…

  • … nach Zeitvorgabe:
    • Welches Team erzielt die meisten Treffer in 5 Min.?
    • Welches Team schafft die meisten Durchgänge in 5 Min.?
  • … nach Durchgängen:
    • Welches Team ist nach 2 Durchgängen als Erstes im Ziel?
  • … nach Treffern:
    • Welches Team erzielt zuerst 10 Treffer? à mehrere Wurfgegenstände notwendig!

Spielphase unter einer objektempathischen Perspektive 

Variante 1: „Wirf mit einem Wurfgerät, das du magst!“
Variante 2: „Wirf mit einem Wurfgerät, das du nicht magst!“
Beide Varianten können im Sinne der Objektempathie im Unterricht thematisiert werden. Impulsfragen helfen den Kindern, ihre Gefühle zu erkennen, zu verbalisieren und zu reflektieren. Bevor ein Wurfmaterial eingesetzt wird, kann man in kleinen Experimenten das Gerät aus und mit unterschiedlichen Blickwinkeln und Zugängen kennenlernen und somit positive Annäherungsschemata anbahnen. Beispielsweise können Kinder aus der Gruppe ihre positiven Gefühle den anderen Kindern mitteilen, Tipps zum „richtigen“ Umgang geben und mit ihnen gemeinsam das Gerät werfen, schleudern, stoßen…

Exkurs Objektempathie

Im Sportunterricht wird täglich eine Vielzahl an Spiel- und Sportgeräten eingesetzt. Bereits der Anblick oder die Begegnung mit einem Gerät löst bei Schülerinnen und Schüler eine emotionale Reaktion aus. Das Konzept der Objektempathie kann dabei eine Lösungshilfe sein, wenn es darum geht, die persönlichen emotionalen Erfahrungen im Umgang mit Spiel- und Sportgeräten für den Lernprozess zu nutzen. Ein Sportunterricht unter einer objektempathischen Perspektive sensibilisiert Schülerinnen und Schüler für ihre Gefühlswahrnehmung, ihre Gefühlsreflexion und -verarbeitung (vgl. Roland Ullmann (2019). Lust auf Bälle, Barren, Bodenmatten. Objektempathie in der Sportunterrichtspraxis. Heidelberg: Springer.).

Der Autor

Dominik ist Grundschullehrer mit dem Schwerpunktfach Sport. Zudem ist er als Referent für die Unfallkasse Baden-Württemberg tätig und Mitorganisator der jährlich stattfindenden Heidelberger Sportlehrer Innen-Fortbildung im Oktober.
 
 

Impressum

Lektorat: Leif Boe
Illustration: Nao Matsuyama
Herausgeber: Christoph Walther & Janes Veit
 
Dieses DOKUMENT ZITIEREN
Genkinger, D., Berg, D. & Zimmermann, R. (2019). Lauf-Wurf-Biathlon. Zugriff am DATUM unter https://wimasu.de/lauf-wurf-biathlon/

Time to Play - Unterrichtseinstieg

Time to Play – Ein offener Unterrichtseinstieg für die Grundschule

Ein offener, bewegungsintensiver und selbstgesteuerter Unterrichtseinstieg in deine Sportstunden, der nicht langweilig wird

von Dominik Genkinger und Christoph Walther

Nicht wenige moderne Sportlehrkräfte in der Grundschule oder Sekundarstufe 1 nutzen einen offenen Anfang, um den Kindern bereits bei Betreten der Halle motivierende Bewegungszeit zu geben. Denn ein Kriterium für guten Sportunterricht kann ein hoher Anteil von Zeit „in Bewegung“ sein (vgl. „Time on Task“ bei Lipowsky, 2015).Weiterlesen

Wimasu Ballschule

Mit Aufgabenkarten aus der WIMASU-BALLSCHULE das Ballgefühl und die Ballkoordination fördern.

DIE IDEE

In Anlehnung an das Konzept der Heidelberger Ballschule (ballschule.de) kann das Material insbesondere in der Grundschule und Sek I eingesetzt werden.

Die Karten dienen als Bewegungsaufgaben für eine Partnerarbeit mit verschiedenen Bällen. Im Sinne eines spielübergreifenden Vermittlungskonzepts sollen die Aufgaben vor allem das Ballgefühl, sowie die Ballkoordination verbessern. Das Zählen geschaffter Karten kann als extrinsische Motivation einen Anreiz schaffen, möglichst viele Aufgabenkarten zu bearbeiten.

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